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Eine Palette Buntes in der Sparkasse - 23.04 - 04.05.2007

RHEINBERG „Eine Palette Buntes“ heißt die Ausstellung von Ulrike Brechwald in Rheinberg. Vor der Eröffnung am Montag, 23. April, 19 Uhr, in der Kundenhalle der Sparkasse an der Bahnhofstraße sprach RP-Redakteur Uwe Plien mit der 43-jährigen Malerin.

Frau Brechwald, in Rheinberg kennt man Sie vor allem als Inhaberin des Geschäfts für Künstler- und Bastelbedarf „Klex“ an der Bahnhofstraße, weniger als Malerin.

Ulrike Brechwald: Ja. „Klex“ gibt es jetzt im fünften Jahr. Der Malerei bin ich aber schon seit der frühesten Kindheit verbunden. Ich war ein sehr lebhaftes, temperamentvolles Kind, und meine Eltern sind irgendwann dahinter gekommen, dass mich Malen unglaublich beruhigt. Beim malen habe ich alles um mich herum vergessen.

Haben Sie mal vorgehabt, sich beruflich der Malerei zu widmen?

Brechwald: Ja, nach dem Abitur habe ich mit dem Gedanken gespielt. Aber wie das so geht: Dann heißt es „Malen ist eine brotlose Kunst“, und ich habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Als Industriefachwirtin war ich lange in der Baubranche, was auch sehr viel Spaß gemacht hat. Als das erste meiner Kinder geboren wurde, brauchte ich sehr viel Ruhe und ich habe sehr viel gemalt. Dadurch kam dann die Idee mit „Klex“. Anfangs wollte ich nur ein paar Malkurse geben, jetzt habe ich einen 300-Quadratmeter-Laden.

Stellen Sie erstmals aus?

Brechwald: Nein. Ich habe eine Dauerausstellung mit 36 Bildern im Bürgerzentrum Alpsray, die regelmäßig aktualisiert wird. Jetzt in der Sparkasse sind 41 neue Bilder von mir zu sehen.

Wenn man sich Ihre Bilder anschaut, stellt man fest: Es gibt keine einheitliche Linie, keinen typischen Stil. Mal malen Sie naive Tierbilder wie eine Giraffe, mal Porträts von Fantasy-Figuren wie Gandalf aus „Herr der Ringe“, mal sind es stilvolle, recht abstrakte Collagen mit Blattgold-Applikationen oder Rost-Effekten, dann wieder Landschaften. Haben Sie Ihren Weg noch nicht gefunden?

Brechwald: Ich probiere gerne alles Mögliche aus. Das hängt auch von meinen Stimmungen ab. Wenn ich gut drauf bin, sind meine Farben kräftig, rot oder pink. An besinnlicheren Tagen fallen die Bilder zurückhaltender aus.

Tiere stehen bei Ihnen hoch im Kurs.

Brechwald: Oh ja, ich liebe Tiere. Besonders gut gefällt mir ein azurblauer Pfeilgiftfrosch. Der ist schon mit Blick auf eine Ausstellung entstanden, die ich am 24. Juni im Rheinberger TerraZoo in Zusammenhang mit einer Charity-Veranstaltung für den Zoo durchführen werde.

Auch bei den Techniken sind Sie nicht festgelegt.

Brechwald: Richtig. Am liebsten male ich Öl auf Leinwand. Aber ich setze auch Acryl ein. Gut gefallen mir die Rost-Effekte.

Warum geben Sie Ihren Bildern keine Titel?

Brechwald: Das mache ich grundsätzlich nicht. Ich möchte nicht, dass es heißt „dies und das hat sich der Künstler dabei gedacht“. Jeder soll in den Bildern sehen, was er will.

Haben Sie einen persönlichen Favoriten in der Ausstellung?

Brechwald: Ja, ein Öl-Bild, das so ist wie das Leben. Es zeigt zwei eng umschlungene Menschenkörper, die nach oben hin die Form einer Baumkrone annehmen. Im linken Bereich sind junge Blüten für den Anfang zu sehen, rechts wird es herbstlich.


(up) Die Ausstellung „Eine Palette Buntes“ wird am Montag, 23. April, 19 Uhr, in der Kundenhalle der Sparkasse an der Bahnhofstraße in Rheinberg eröffnet (bis 4. Mai).
Die Bilder hängen bereits ­- bis auf eines, das als Überraschung gedacht ist.

Am Mittwoch, 25. April, 16 Uhr, wird eine weitere Ausstellung in der Stadthallen-Vitrine eröffnet. Dort geht es allerdings um Deko- und Bastelartikel, die im „Klex“ entstanden sind.

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